Reflexive Verben und reflexive Redewendungen                     155  
 
  sich [D.] die Zunge abbrechen an etw. = einen Zungenbrecher aussprechen ~ etw.
     artikulatorisch/phonetisch Schwieriges aussprechen
 
  sich abgeben mit etw./jdm., meist abschätzig ~ Umgang haben/pflegen mit jdm.;
     sich befassen/beschäftigen mit etw.
 
  sich abhärmen ~ sich grämen; sich sehr sorgen  
  sich abmühen (mit etw./jdm.) = sich [D.] viel Mühe geben/machen (mit) ~ sich
     (schwer) ins Zeug legen (für etw./jdn.), ugs.; sich sehr anstrengen; sich
     (ab)schinden, ugs.; sich (ab)plagen/abquälen; sich abrackern, salopp; ackern, ugs.
 
  sich [D.] die Füße/Hacken ablaufen (nach etw.), ugs. = von Pontius zu Pilatus
     laufen ~ viele Gänge machen (müssen), um etwas zu erledigen; lange Zeit nach
     etw. suchen
 
  sich abregen, ugs. = seine Aufregung/Erregung dämpfen/zügeln ~ die/seine Fassung
     wiedergewinnen; sich beruhigen;
     das gegenteilige sich aufregen ist auch transitiv möglich
 
  sich abplagen (mit etw./jdm.) ~ sich abmühen (mit)  
  sich abplacken (mit etw.), ugs. ~ sich abmühen (mit)  
  sich abquälen (mit etw.) = Qualen erdulden ~ große Anstrengungen
     machen/unternehmen; sich übermäßig anstrengen; sich abmühen (mit)
 
  sich [D.] etw. abquälen ~ sich [D.] mit Mühe zu etw. bereitfinden; mit Mühe etw.
     erreichen; sich selbst zu etw. zwingen, z. B. zu einem Eingeständnis, zu einem
     Lächeln
 
  sich abrackern, salopp ~ sich abarbeiten; sich plagen; schwer arbeiten  
  sich abschinden (mit etw.), ugs. ~ sich abmühen (mit)  
  sich [D.] etw. vom eigenen Leibe absparen, sich [D.] etw. am/vom Munde absparen
     = bei allen Ausgaben Geld sparen für etwas anderes oder für jemand anderen;
     auf ein bestimmtes Ziel hin sparen
~ sich [D.] etw. abknapsen, ugs.; unter
     großen Einschränkungen oder Entbehrungen Geld zurücklegen
 
  sich [D.] die Beine abstehen,
     ugs. = sich [D.] die Beine in den Bauch/Leib stehen, ugs.; sehr lange stehend
     warten müssen;
     gemeint ist: So lange stehen, bis die Beine ab(gefallen) sind.
 
  sich abstrampeln, ugs. ~ 1. sich [D.] viel Mühe geben/machen; sich sehr anstrengen;
     sich heftig bemühen; hart/viel arbeiten;
     2. mit wenig Geld auskommen müssen; sich krummlegen müssen, immer
     finanziell gemeint
 
sich anbiedern (bei jdm.) ~ sich jdm. auf plump-vertrauliche Art nähern; in
     aufdringlicher Weise Bekanntschaft knüpfen; sich bei jdm. lieb Kind machen;
     sich jdm. aufdrängen; sich einschmeicheln (bei)